#BIM-Story

BIM beim Architekturbüro – REHUB digitale Planer GmbH: „Am besten mit wenigen Anwendungsfällen beginnen.“

Es ist interessant aus der ersten Hand zu hören, wie der Ansatz der BIM-Methode nicht nur wirtschaftlich attraktiv ist, sondern auch wirklich Spaß macht!

Shahin Farahzadi, REHUB digitale Planer GmbH

 

Timo Schroeder, REHUB digitale Planer GmbH

BIMSWARM hat mit Shahin Farahzadi und Timo Schroeder, den geschäftsführenden Gesellschafter des Architekturbüros REHUB digitale Planer GmbH gesprochen, um zu erfahren, wie sie BIM in ihren Projekten einsetzten und was andere Marktteilnehmer von ihren Erfahrungen lernen können.  

Hier ist unser Gespräch.

 

BIMSWARM: Stellt bitte kurz Euer Unternehmen vor: seit wann gibt es Euch, wie groß seid Ihr, an welchen Standorten, welche Leistungen bietet Ihr an?
REHUB:
Wir sind REHUB digitale Planer, ein im Jahr 2021 gegründetes Start-Up aus Köln. Unsere 64 Mitarbeiter setzen sich fachspezifisch für ein neues Denken und Arbeiten in der Architektur ein. Durch eine Mischung aus ganzheitlich digitalisierter Arbeitsweise, datenbankgestütztem BIM, Algorithmik und Künstlicher Intelligenz, bieten wir ausschließlich digitale Architekturleistungen (Leistungsphasen 1 bis 5) für Großprojekte in der Stadt- und Quartiersentwicklung, sowie im Gewerbe- und Industriebau an.

BIMSWARM: Erzählt bitte kurz Eure BIM-Geschichte – wie seid Ihr auf/zu BIM gekommen?
REHUB:
Unsere beiden Gründer Timo Schroeder und Shahin Fahrazadi beschäftigen sich schon seit Unizeiten ausführlich mit dem Thema BIM und konnten durch ihr Engagement und den Jahren viel Praxiserfahrung mit der BIM-Methodik sammeln. Mittlerweile stechen sie als Pioniere im BIM-Management heraus und zeigen neue Wege auf. Für REHUB digitale Planer ist BIM deshalb ein absoluter Grundsatz und entscheidend für das interoperationale Arbeiten und die Workflowautomatismen.

BIMSWARM: Welche Schritte sind aus Eurer Sicht notwendig für ein Architekturbüro, um sich auf BIM umzustellen?
REHUB:
Zunächst sollte die Notwendigkeit erkannt und BIM als Geschäftsmodell verstanden werden. Um die BIM-Methodik anschließend einzuführen und zu managen, müssen dann den entsprechenden Personen Verantwortungen übertragen werden. Dabei muss auch klar definiert werden, welche Ziele verfolgt werden und wie das Geschäftsmodell konkret aussieht. Gleichzeitig ist es wichtig, die nötigen Investments (Schulungen, Hardware, Lizenzen usw.) von Anfang an mit zu berücksichtigen. Für den Start empfiehlt es sich, ein Pilotprojekt zu wählen, welches gut überschaubar ist.

BIMSWARM: Welche Vorteile habt Ihr durch Eure BIM-Kapazitäten für Euch und für Eure Kunden gewonnen? Warum macht es Sinn mit BIM zu arbeiten?
REHUB: Unabhängig von BIM sind wir konsequent dreidimensional unterwegs. Es hilft uns Dinge einfacher zu visualisieren und mehr Verständnis bei Projektbeteiligten oder Fachfremden zu schaffen. Auf der anderen Seite durchdenken wir unsere Planung dadurch auch im dreidimensionalen Raum und haben mit BIM den zusätzlichen Vorteil der klaren Transparenz:
Beispielsweise zu einem frühen Zeitpunkt Kosten einschätzen zu können, die Koordination und Qualitätssicherung der eigenen und der Fachplanung zu managen und auch teilweise Automationen davon ableitbar zu machen.

BIMSWARM: Welche Tools bzw. Standards und Formate verwendet Ihr? Warum seid Ihr zu dieser Auswahl gekommen?
REHUB:
Wir verwenden IFC und BCF zwecks Modellaustausch und Kollaboration. Für das Erstellen und Entwickeln nutzen wir Revit, Grasshopper (beides Branchenstandards) und Dynamo. Revit ermöglicht es uns, sehr tiefgehend zu programmieren und wir können dort unsere Skripte und Automationen direkt ansetzen.

BIMSWARM: Welche Risiken sollen Architekten bei der BIM-Einführung berücksichtigen? Habt Ihr vielleicht ein paar Tipps und Tricks für Anfänger?
REHUB:
Nicht unterschätzt werden dürfen die zu investierenden Kosten in z.B. Lizenzen / Schulungen und dass es ein Change Prozess für ein bestehendes Team bedeutet. Auch das Projektmanagement muss in einem BIM Projekt umgestellt und Verantwortlichkeiten verteilt werden.
Als erstes BIM-Projekt sollte aufgrund der vielen Veränderungen deshalb zunächst ein kleineres Projekt ausgewählt werden. Dort sollten nicht alle Informationen auf einmal hinterlegt werden, sondern am besten mit wenigen Anwendungsfällen begonnen werden. Wir empfehlen z.B. die Koordination der Planungsbeteiligten am BIM Projekt BCF und die Kollisionsprüfungen. Darauf kann Stück für Stück aufgebaut werden.

BIMSWARM: Was ist Eure Empfehlung für die Marktteilnehmer, die sich noch überlegen ob sie sich auf BIM umstellen müssen?
REHUB:
BIM ist Zukunft. Für alle die marktfähig und mit den Preisen mithalten wollen, gibt es aus unserer Sicht keine Alternative. Teilweise werden Bewerber die BIM nicht anbieten bei Öffentlichen Ausschreibungen bereits abgelehnt. Die Welt um uns herum  verändert sich und wir müssen es auch!

BIMSWARM: Vielen Dank, Shahin Farahzadi und Timo Schroeder, für Euren wertvollen Beitrag und für das Teilen Ihrer Erkenntnisse mit der BIMSWARM-Community! Weiterhin viel Erfolg mit BIM!

 

Bei BIMSWARM stellen wir gerne verschiedene BIM-Nutzer und deren Erfahrungen mit der BIM-Methode der BIM-Community vor. Unsere Ansprechpartner teilen dadurch ihre Erkenntnisse über mögliche Ansätze im Bereich BIM und Digitalisierung und helfen weiteren Markteilnehmern dabei, die BIM-Einführung in ihren Organisationen und Projekten noch besser umzusetzen.

Haben Sie eine eigene BIM-Story, die Sie mit anderen Markteilnehmern teilen würden? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme über contact@bimswarm.de !

Ihr BIMSWARM-Team