Fachgruppen

Mit dem BIMSWARM Marktplatz haben Software- und Content-Anbieter die Möglichkeit ihre Bau-IT-Produkte öffentlich zu präsentieren, sodass mögliche Praxisanwender die passenden Lösungen für spezifische Anwendungsfälle auf dem Marktplatz finden können. Um den Funktionsumfang eines Bau-IT-Produkts zu gewährleisten und dem Anwender die Suche zu erleichtern, können Bau-IT-Produkte zu sogenannten “Produkttypengruppen” zugeordnet werden. Dabei stellt eine Produkttypengruppe (PTG) eine definierte Liste von spezifischen Merkmalen dar, die Bau-IT-Produkt erfüllen muss, um in der PTG gelistet werden zu können. Ein Bau-IT-Produkt kann mehreren PTG zugeordnet werden, sofern es die Anforderungen der verschiedenen PTG erfüllt. Für die Aufnahme in einer PTG muss der Software- und Content-Anbieter eine PTG-Zertifizierung beantragen. Dies erfolgt über die BIMSWARM-Plattform. Die Kriterien für die Zertifizierung werden von der jeweiligen zuständigen PTG-Fachgruppe festgelegt. Zudem bestimmt sie, wie die Kriterien geprüft werden, z.B. automatisiert oder manuelle Prüfung (z.B. durch einen Zertifizierungsanbieter “Checkliste”). Wenn alle Kriterien für eine Produktversion erfüllt sind, wird das Zertifikat für eine Produktversion ausgestellt.

Ziele

Das Ziel der Produkttyp-Fachgruppe ist es, die Kriterien (Merkmale) für den jeweiligen Produkttyp zu definieren, bspw. die der
AVA-Fachgruppe für AVA-Produkte. Diese Kriterien beinhalten Pflicht- und optionale Merkmale für jeden Produkttyp, sowie auch Zertifizierungsmerkmale für die BIMSWARM-Produkttyp-Zertifizierung. Dadurch soll die Qualität der auf BIMSWARM angebotenen Bau-IT-Produkte für Anwender transparent und nachvollziehbar dargestellt werden. Bei der Festlegung der Merkmale durch die Fachgruppe gilt die neutrale Betrachtungsweise. Eine Ausgrenzung spezifischer Produkte soll vermieden werden.

Aufgaben

Die wesentliche Aufgabe der Produkttyp-Fachgruppe ist die Zusammenstellung der Merkmale (Pflichtmerkmale, optionale Merkmale und zertifizierungsrelevante Merkmale) in Form einer Checkliste für den jeweiligen Produkttyp. Eine Aktualisierung der Anforderungen sollte mindestens einmal im Jahr stattfinden. Dies erfolgt über Abstimmungstermine in der Fachgruppe und mit dem Plattformbetreiber. Zudem kann eine Produkttyp-Fachgruppe die Zertifizierungen von Bau-IT-Produkten durchführen und die zertifizierten Produkte mit Produkttyp-Zertifikaten auszeichnen. Alternativ kann die Zertifizierung ebenso
durch einen Zertifizierungsdienstleister erfolgen.

Teilnehmer/Struktur

Die Produkttyp-Fachgruppe besteht im Idealfall aus 4 bis 8 Mitgliedern (1 x Fachgruppenleitung und 3-7 weitere Beteiligte). Die Fachgruppenleitung übernimmt hierbei eine besondere Rolle mit der Aufgabe der Koordination der Gruppe und als Kontaktperson zum Plattformbetreiber. Es ist vorgesehen, dass die Fachgruppenleitung jährlich durch die Fachgruppe gewählt wird.
Mitglieder der Produkttyp-Fachgruppe können Personen aus der Bau-IT-Branche, Verbänden oder Organisationen (z.B. GEFMA, CAFM-Ring, BVBS oder Chefredakteure der Fachzeitschriften) sein. Eine Fachgruppe kann mehrere inhaltlich oder technologisch verwandte Produkttypen verantworten, z.B. CAFM-Ticketsystem und CAFM-Handwerkersteuerung.

Besetzung der Fachgruppe

Die Festlegung der Fachgruppenmitglieder findet einmal pro Jahr statt. Dabei werden Mitglieder der aktuellen Fachgruppe abgefragt, ob sie für ein weiteres Jahr in der Fachgruppe bleiben möchten. Zusätzlich werden die Anbieter des jeweiligen Produkttyps angefragt, ob sie sich für die Teilnahme an der Fachgruppe interessieren. Die Wahl findet aus der entstandenen Kandidatenliste aus den Produkttyp-Anbietern und den Fachgruppenmitgliedern statt. Mitglieder der neuen Fachgruppe für das nächste Jahr werden die Kandidaten mit den meisten Stimmen. Die Wahlergebnisse werden für die Produkttyp-Anbieter veröffentlicht. Der Fachgruppenleiter wird jährlich von der Fachgruppe über die einfache Stimmenmehrheit gewählt.