Kommunikationsfähig bleiben, wenn alle Netze ausfallen

Mit dem P-A-C-E Konzept zu Orientierung und Krisenfestigkeit

BIM-MAGAZIN: Sehr geehrter Herr Viertel, spätestens mit Inkrafttreten des KRITIS-Dachgesetztes befassen sich nicht nur die zuständigen Behörden, sondern auch viele Unternehmen mit Notfallplänen für mögliche Krisensituationen. Seither diskutieren die betroffenen Branchen verschiedenste Pflichten und Maßnahmen. Die notwendige Aufrechtrechterhaltung einer Kommunikationsfähigkeit zum Beispiel bei Stromausfall wird dabei jedoch offenbar unterschätzt. Woran liegt das?

Markus Viertel: Weil Kommunikation für uns alle zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Strom kommt aus der Steckdose, Wasser aus dem Hahn - und Kommunikation aus dem Handy. Was im Alltag immer funktioniert, taucht in einer Risikobetrachtung schlicht nicht auf.

Hinzu kommt, worüber wir eigentlich sprechen, wenn wir über Kommunikationsmittel nachdenken: das sind fast ausschließlich IP-basierte Lösungen – Glasfaser, Mobilfunk, Messenger, Videokonferenz, cloudgestützte Lage- und Alarmierungssysteme.

So unterschiedlich diese Werkzeuge wirken, sie setzen alle dasselbe voraus: eine funktionierende Netzinfrastruktur. Die vermeintliche Vielfalt ist damit vor allem eine Vielfalt an Oberflächen über ein und derselben Abhängigkeit. 

 

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