„Wer sich für BIM interessiert, kennt auch das BIM-Cluster seines Bundeslandes.“ Es bedarf gewiss keiner repräsentativen Umfrage, um diese These aufstellen zu können. Denn auch, wenn die meisten der 16 BIM-Cluster ehrenamtlich organisiert sind – mit ihrem Networking und Austausch, ihren Events, Fortbildungen und Veröffentlichungen haben ihre Mitglieder einen hochwirksamen Beitrag zum Verständnis von BIM und dessen Verbreitung geleistet. Regional aufgestellt, bilden sie gemeinsam die größte BIM-Infrastruktur zum Wissenstransfer. Ihr Wirken für das digitale Bauwesen und ihren facettenreichen Einsatz würdigen wir in dieser Ausgabe mit einem Themenfokus.
In jedem Bundesland hat sich – teilweise schon vor Veröffentlichung des ‚Stufenplans für das digitale Planen und Bauen‘ vor über zehn Jahren – ein regionales Cluster gebildet. Berlin und Brandenburg werden durch ein gemeinsames Cluster repräsentiert. Es sind gleichwohl 16 an der Zahl, denn mit dem Innovation Ausbau e. V. zählt eine weitere Initiative zum Kreis.
Sie zählt auch zum Bundesdeutschen BIM-Cluster, der Dach- Organisation für die Vernetzung der selbständigen BIM-Cluster in Deutschland. Wir haben dessen drei Sprecher und alle 16 Cluster mit einigen Interviewfragen eingeladen, uns über ihre Arbeit, ihre Herausforderungen und ihre nächsten wichtigsten Maßnahmen zu berichten. Nicht alle Cluster fanden die Zeit oder Interesse, uns zu antworten.
Doch dank zahlreicher ihrer Ansprechpartner konnten wir auf den folgenden Seiten einen erkenntnisreichen und anregenden Überblick zu den BIM-Clustern und ihrem Wirken zusammenstellen. Dazu meinte auch Bundesbauministerin Verena Hubertz im Interview dieser Ausgabe, dass die regionalen Initiativen der BIM-Cluster den Wissenstransfer zu BIM und die Vernetzung der Beteiligten aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand vorantreiben. Sie seien ein wichtiger Partner für die Verbreitung und Weiterentwicklung der Methode - siehe Interview mit Frau Hubertz.
Unsere Interviewpartner haben wir übrigens auch nach Anregungen zur weiteren politischen Unterstützung für die größere Verbreitung von BIM gebeten. Vom BIM-Cluster Berlin- Brandenburg kam dazu etwa die Überlegung, dass Politik klare, praxisnahe Vorgaben bereitstellen sollte, wie sie in den Muster-AIA für Bundesbauten und dem Regelprozess für BIM-Leistungen definiert sind. Und die ressourcenschwächeren Büros sollten besser unterstützt werden. Doch wir wollen die folgenden Beiträge nicht vorwegnehmen.
Wir bedanken uns bei den teilnehmenden BIM-Clustern für ihre Beiträge zu dieser Ausgabe, insbesondere aber für ihr unentwegtes, branchenweites und bedeutendes Wirken.